Otto Luzius – Ehrenamtlicher des Monats Oktober
Otto Luzius, der „Igelvadder“, kümmert sich seit rund 15 Jahren um geschwächte und junge Igel und ist in unserem Ehrenamtskalender 2026 der Monat Oktober.
Sein Engagement:
Die Liebe zur Natur im Allgemeinen und zum Wald im Besonderen hat Otto Luzius lebenslang begleitet. Etwa 15 Jahre ist es nun her, dass eine Nachbarin ihm einen kleinen Igel brachte, mit der hoffnungsvollen Begründung „Du kennst dich doch aus.“ Tat er zwar nicht, wie er freimütig einräumt, doch er machte sich schlau, brachte den unterernährten Igel durch und wurde seitdem zur Anlaufstelle für zu schwache und / oder junge Igel, die alleine kaum überleben könnten.
Wie andere Arten zieht es auch die Igel seit Jahrzehnten aus der zunehmend ausgeräumten Landschaft Mitteleuropas auf der Suche nach Lebensraum, Nahrung und Unterschlupf in Städte und Dörfer. Doch dort sind die artenreichen Bauerngärten ebenfalls rar geworden. Sattgrüne Rasenflächen, geflieste Plätze, gepflegte unkrautfreie Blumenrabatten dominieren die modernen Hausgärten. Eine Nahrungsgrundlage für die Igel, die nächtens auf Futtersuche gehen, findet sich dort kaum.
Igel sind Fleischfresser, ihre natürliche Hauptnahrung sind Insekten, 80 Gramm davon bräuchte ein Igel pro Tag. Regenwürmer oder Schnecken fressen die Stacheltiere nur in der Not, und oft erkranken sie daran: Die Rote Wegschnecke beispielsweise, eine in unseren Breiten häufige Nacktschnecke, ernährt sich auch vom Kot anderer Tiere wie Hund, Katze, Marder, Dachs oder Waschbär und leidet deshalb häufig an Wurmbefall.
Otto Luzius päppelt „seine“ Igel (wie auf dem Bild Fridoline) liebevoll auf und wildert sie anschließend aus. Einen vierstelligen Betrag investiert er alljährlich in sein Herzensprojekt, finanziert durch Spenden und den Verkauf von selbstgezogenen Tomatenpflanzen.
Sein Wunsch:
Dass noch mehr Menschen ihren Garten igelgerecht gestalten und vielleicht sogar eine rattensichere Futter- oder eine Schlafbox aufstellen. Fachkundige Beratung dazu gibt es per E-Mail (igelvadder@gmx.de) oder telefonisch (0176 54872947).
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